Titelverteidigung doch noch geglückt

1517 3.5 : 4.5 SC Rochade Steinbach-Hallenberg 1706
1801
0.5 - 0.5
1947
1777
0 - 1
1973
1593
+/-
1815
1591
1 - 0
1841
1617
0 - 1
1611
1582
1 - 0
1321
1293
0 - 1
1433
879
0 - 1
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Mit einem knappen und hart umkämpften Auswärtssieg bei Benshausen gelang es uns, in der letzten Runde der Saison doch noch den Meistertitel zu verteidigen.

Gute Laune an den Brettern 1 im Hintergrund Thomas Lapp (l.) gegen Bernd Wilhelm und 2 Hans-Joachim Leyh (l.) gegen Hartmut Hoffmann Brett 4: Reinhold Wenzel (l.) gegen Frank Döll
 
An Brett 5 wartet Günther Lüders auf den Gegner, der noch fotografieren muss, während an Brett 6 Joachim Langenbein und Patrick Wilhelm schon in der Partie sind  

Die Ausgangslage vor der Runde war für uns nicht gerade günstig. Ven Stoykov und Jens Ehrle hatten den Termin schon langfristig abgesagt und auch Klaus und Max Wagner standen nicht zur Verfügung. Patrick Wilhelm sprang noch als Ersatz ein, aber ein Brett blieb von uns unbesetzt, so dass die Gastgeber schon mit 1:0 führten.

Den Rückstand konnte dann aber Moritz nach ca. 1,5 Stunden mit einem schönen Kombinationssieg aufholen.

Patrick hatte die undankbare Aufgabe, gegen den Topscorer der Benshäuser antreten zu müssen. Ausgangs der Eröffnung leistete er sich leider eine Unkonzentriertheit, die Materialverlust zur Folge hatte. Er stemmte sich zwar noch gegen die Niederlage, aber Joachim Langenbein verwertete den Vorteil sicher.

Im Duell der jungen Frauen an Brett 8 sah es lange nach einem Unentschieden aus. Dann profitierte Irina von einem einzügigen Einsteller ihrer Gegnerin und konnte für die Mannschaft nach knapp 3 Stunden erneut ausgleichen.

Dem folgte das einzige Remis des Tages an Brett 1. Bernd hatte wie gewohnt zu einer scharfen Eröffnungsvariante mit Bauernopfern gegriffen. Er bekam auch den erhofften Angriff, verpasste es aber, deutlich in Vorteil zu kommen.

Danach gingen wir das erste Mal in dieser Begegnung in Führung. Ich hatte gegen Dr. Lüders immer die bequemere Stellung und konnte nach und nach mehrere positionelle Vorteile anhäufen. Kurz vor der Zeitkontrolle verschärfte ich dann das Spiel, was mir mindestens einen Bauern als Vorteil bringt. Im 35. Zug überschritt mein Gegner allerdings die Bedenkzeit, somit stand es 2,5:3,5 für uns.

Die letzten 2 noch laufenden Partien an Brett 2 und 4 sahen aber aus unserer Sicht nicht unbedingt verheißungsvoll aus. Frank überzog im Streben nach dem vollen Punkt seine Stellung, die eigentlich nur ein Remis her gab. Nach 5,5 Stunden gab es somit den Ausgleich für die Gastgeber.

Auch die Partie von Harmut gegen Hans-Joachim Leyh trieb mir mehrmals die Sorgenfalten auf die Stirn. Nach sicherer Eröffnung von beiden gelang es Hartmut anfangs des Mittelspiels, einen leichten Stellungsvorteil zu erzielen. Im Bestreben die Partie zu verschärfen, wählte er aber risikoreichere und objektiv nicht die besten Fortsetzungen. Hans-Joachim nutzte seine guten Chancen auf den Partiegewinn allerdings nicht. Das Endspiel sah dann Hartmut wieder im Vorteil. Nach knapp 6 Stunden war der schwer erkämpfte Partiegewinn und damit der Mannschaftssieg von 3,5:4,5 unter Dach und Fach.

Wir hatten aus unserer prekären Personalsituation das maximalste herausgeholt. Für die Verteidigung des Meistertitels waren wir aber noch auf Schützenhilfe aus Trusetal angewiesen. Die gab es dann auch dankenswerter Weise in Form eines Sieges gegen Vacha.

Nach dem etwas verkorksten Saisonauftakt mit zwei Mannschaftsremis spielten wir in der zweiten Hälfte stabiler. Hier und das stand uns auch die Schachgöttin Caissa zur Seite. So kam es, dass wir die ganze Saison nie auf Platz 1 der Tabelle standen, uns aber peu à peu nach vorne arbeiteten und nach der Schlussrunde das Klassement anführen.

Rangliste nach Runde 9

Rg
Mannschaft
1
2
3
4
5
6
7
8
9
MP
BP
1 X 4.0 5.0 5.0 4.5 4.0 5.5 6.0 6.0
14
40.0
2 4.0 X 4.0 3.5 5.5 4.5 6.5 5.5 6.5
12
40.0
3 3.0 4.0 X 4.5 5.0 4.0 6.0 7.0 6.5
12
40.0
4 3.0 4.5 3.5 X 4.0 5.5 5.0 5.0 4.5
11
35.0
5 3.5 2.5 3.0 4.0 X 5.0 7.0 5.5 4.0
8
34.5
6 4.0 3.5 4.0 2.5 3.0 X 3.0 5.0 5.0
6
30.0
7 2.5 1.5 2.0 3.0 1.0 4.0 X 4.0 6.0
5
24.0
8 2.0 2.5 1.0 3.0 2.5 3.0 4.0 X 5.5
3
23.5
9 2.0 1.5 1.5 3.5 4.0 3.0 2.0 2.5 X
1
20.0

Die besten Ergebnisse erzielten Hartmut an Brett 2, Jens an Brett 6, Moritz an Brett 7 und Irina an Brett 8.

Rang Name DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt. Spl. %
1 Wilhelm,Bernd 1947 1 0 0 * ½ ½ 1 1 ½ 4.5 8 56.3
2 Hoffmann,Hartmut 1973 ½ 1 1 * 1 ½ 1 ½ 1 6.5 8 81.3
3 Stoykov,Veselin 1815 ½ 0 ½ * ½ 0 1 1 - 3.5 7 50
4 Döll,Frank 1841 ½ ½ ½ * ½ ½ 1 1 0 4.5 8 56.3
5 Hoffmann,Karsten 1611 ½ + ½ * 1 ½ ½ ½ 1 4.5 7 64.3
6 Wagner,Maximilian 1566   0   * 1   -     1 2 50
7 Wagner,Klaus 1471 ½     *           0.5 1 50
E Dilina,Irina ---- 1 ½ 1 * ½ 1 ½ 0 1 5.5 8 68.8
E Gandera,Moritz 1433 ½ 1 ½ * 1 1   ½ 1 5.5 7 78.6
E Ehrle,Jens 1384     0 *   1 1 1   3 4 75
E Wilhelm,Patrick 1321       *         0 0 1 0