Unentschieden im Kreisderby

In der 6. Runde der Bezirksliga Süd empfingen wir unsere Schachfreunde aus Trusetal. Unsere Personalsorgen waren auch diesmal nicht gerade klein. Pauline und Moritz Gandera mussten aufgrund von Verpflichtungen für ihre anstehende Konfirmation absagen, hinzu kamen die Ausfälle von Klaus und Max Wagner sowie Jens Ehrle. Das bedeutete, auch zu diesem Punktspiel traten wir nur zu siebt an, was weder uns und trotz des kampflosen Punkts auch die Gäste nicht richtig glücklich machte.

Zum Spielverlauf:

An Brett 8 konnte Patrick schnell gewinnen und so den Rückstand ausgleichen. Nach ca. eineinhalb Stunden trennte man sich an Brett 2 in ausgeglichener Stellung remis. Dann brachte uns Jaime in Front, der einen schönen Angriff gegen den gegnerischen unrochierten König zeigte. Dann waren die Gäste dran und konnten zum Zwischenstand von 2,5:2,5 wieder aufschließen. Marcus hatte ausgangs der Eröffnung eine Figur verloren und musste alsbald die Waffen strecken.

Hartmut brachte uns danach nochmal in Führung. In einem Damengambit sah sein Königsangriff schon siegverheißend aus, aber er spielte diesen nicht ganz exakt aus. Als Matthias Ribitzki das Geschehen fast ausgeglichen hatte, übersah er einen Bauerngewinn und gab kurz später auf.

Das größte Drama (aus unserer Sicht) gab es an Brett 1 zu bestaunen. Bernd hatte gegen Nick Messerschmidt mal wieder zum Budapester Gambit gegriffen und stand nach 10 Zügen auf Gewinn. Aber wie das mit so scharfen mit Opfern verbundenen Eröffnungsvarianten ist, macht man den Sack nicht rechtzeitig zu, erweisen sie sich auch mal als Bumerang.

Blieb noch meine Partie gegen Uwe Voigt. Uwe hatte wie gewohnt zur Sokolkski-Eröffnung gegriffen und meine Erinnerung reichte noch dazu, dass ein Aufbau mit d5 und Lf5 nicht ganz so verkehrt dagegen ist. Irgendwie kam ich auch mit etwas Vorteil aus der Eröffnung raus und ein Figurenabtausch bescherte mir sogar einen Freibauer. Aber statts energisch weiter anzugreifen, tauschte ich unnötig Material ab. Uwe konnte den Bauern aufhalten und da es keine zweite Schwäche bei ihm gab, die ich angreifen konnte, wurde es nur ein Remis.

SC Rochade Steinbach-Hallenberg 1560 4.0 : 4.0 SG Trusetal 92 1595
1
1919
0 - 1
1970
2
1812
0.5 - 0.5
1851
3
1569
-/+
1839
4
1981
1 - 0
1711
5
1616
0.5 - 0.5
1519
6
1209
1 - 0
1344
7
1034
0 - 1
1398
8
1342
1 - 0
1131
Jaime Häfner erster Sieg in der Ersten
Jaime Häfner erster Sieg in der "Ersten"

4:4 in Vacha

Zum Spitzenspiel der 5. Runde der Bezirksliga Süd mussten wir beim VfB 1919 Vacha antreten. Vom "Stammachter" hatten Vater und Sohn Wagner und Jens Ehrle schon längerfristig abgesagt und auch bei den Ersatzspielern gab es für Mannschaftsleiter Bernd Willhelm einige Körbe. Somit mussten wir das Spiel mit nur 7 Leuten gegen die in Bestbesetzung antretenden Hausherren bestreiten. Am 8. Brett kam der zehnjährige Armin Recknagel zu seinem ersten Einsatz in der "Ersten".

Der Spielfilm ist schnell erzählt: Bernd gewann an Brett 1 recht zügig, nachdem sein Gegner die Eröffnung total misshandelt hatte. Dafür konnten die Gastgeber an Brett 2 ausgleichen. Gymnasiallehrer Meyer nutze eine Ungenauigkeit von Frank aus und gewann eine Figur und alsbald auch die Partie. Nach Unentschieden von Moritz, Armin und mir konnte Hartmut mit einem Sieg gegen den unermüdlichen Kämpfer Siegfried Dost erneut das Mannschaftsergebnis ausgleichen. Somit blieb nur noch Pauline, die ihre Partie gegen Waldemar Schwiderski sehr gut angelegt hatte. Leider übersah sie die taktische Möglichkeit zum Gewinn und in Folge dessen gab es auch hier ein Remis.

VfB 1919 Vacha 1632 4.0 : 4.0 SC Rochade Steinbach-Hallenberg 1604
1
1855
0 - 1
1919
2
1871
1 - 0
1812
3
1697
0.5 - 0.5
1569
4
1635
0 - 1
1981
5
1473
0.5 - 0.5
1616
6
1465
0.5 - 0.5
1351
7
1648
+/-
1452
8
1414
0.5 - 0.5
1131

 

Armin Recknagel erster Einsatz in der Ersten
Armin Recknagel (hinten rechts) bei seinem ersten Einsatz in der "Ersten" gegen Ralf Schubert an Brett 8, im Vordergrund Pauline Gandera gegen Waldemar Schwiderski

Arbeitssieg in Suhl

 

Die Auswärtsaufgabe bei der Suhler Reserve bewältigten wir, auch wenn es nicht ganz so einfach war, wie vielleicht von vornherein gedacht. Die Suhler traten erstmals in dieser Saison mit sieben Stammspielern an. Uns plagten mal wieder die schon üblichen Personalsorgen. Das bewog uns dazu, Jaime Häfner die Chance zu geben, Wettkampfpraxis zu sammeln. Der DWZ-Schnitt beider Mannschaften sah uns nur minimal im Vorteil.

SC Suhl 2 1590 3.0 : 5.0 SC Rochade Steinbach-Hallenberg 1611
1
1784
0.5 - 0.5
1919
2
1752
0.5 - 0.5
1812
3
1677
0.5 - 0.5
1597
4
1613
0 - 1
1981
5
1420
0.5 - 0.5
1617
6
 
0 - 1
1452
7
1381
0 - 1
1456
8
1500
1 - 0
1056

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Standesgemäßer Erfolg gegen Frankenheim

Ausnahmsweise konnten wir diese Saison mal in Bestbesetzung antreten, mit Jens Ehrle hätte sogar noch ein weiterer Spieler zur Verfügung gestanden. Ein Luxusproblem das wir diese Saison wohl einmalig hatten. Am Sieg gegen Frankenheim gab es dann auch nicht viel zu kritisieren. Allein das Oberhaus (Bretter 1 bis 4) sorgte schon für klare Verhältnisse.

SC Rochade Steinbach-Hallenberg 1663 6.0 : 2.0 SV Hohe Rhön Frankenheim 1478
1
1919
1 - 0
1625
2
1812
1 - 0
1548
3
1569
1 - 0
1511
4
1981
1 - 0
1479
5
1616
0.5 - 0.5
1478
6
1558
0 - 1
1386
7
1496
0.5 - 0.5
1322
8
1351
1 - 0
 

 

Zweite Mannschaft zurückgezogen

Aufgrund unserer großen Personalprobleme im Erwachsenenbereich hat sich der Vorstand dazu entschlossen, unsere zweite Mannschaft vom Spielbetrieb aus der Bezirksklasse/Kreisliga Süd zurückzuziehen. Wir bedauern diesen Schritt, aber im Juni, wo die Mannschaft für die Klasse gemeldelt werden musste, waren die Probleme so noch nicht absehbar für uns.